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sga - puzzled!john

Deutscher Fan-Fiction-Artikel

Auf meiner Flist gesehen: "Fan-Fiction ist eine ernstzunehmende Literaturform" - Interview mit Vera Cuntz, ein bei jetzt.de (Süddeutsche Zeitung) erschienener Artikel.

Vieles ist treffend beschrieben, auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass die Harry-Potter-Filme der Ursprung der Slash-Fanfiction um Harry sind. Ich habe Harry/Draco schon vor den Filmen gelesen und erst damit aufgehört, als das Movie-Fandom ins Buch-Fandom vordrang.

Ein paar der Interview-Fragen waren ganz schön herablassend, aber die zitierte Filmwissenschaftlerin hat sich ganz gut geschlagen. :)

Comments

Bitte für den Link :D Und ich stimme dir zu. Slash habe ich schon vor den Filmen gelesen. Aber eine Freundin von mir äußerte die Theorie, dass sie als Filmwissenschaftlerin ja irgendwie auf den Film kommen muss.

Wir fanden es aber ganz lustig, weil sie gerade lust hatte das Thema Harry Potter und Fanfic für ihre Zulassungsarbeit zu benutzen. Jetzt weiß sie wenigstens so ungefähr wo sie nachfragen kann.
Aber eine Freundin von mir äußerte die Theorie, dass sie als Filmwissenschaftlerin ja irgendwie auf den Film kommen muss.

Das macht Sinn! (Auch wenn ich mir dann wahrscheinlich eher anschauen würde, die Filme den Harry/Draco-Slash und andere Slashpaare verändert und beeinflusst haben.)

Wir fanden es aber ganz lustig, weil sie gerade lust hatte das Thema Harry Potter und Fanfic für ihre Zulassungsarbeit zu benutzen. Jetzt weiß sie wenigstens so ungefähr wo sie nachfragen kann.

Networking über die Medien. Passt doch. :D
Ach herrje, die Kommentare ...

(Leute, die keine Fans sind, sind mir unverständlicher als Aliens.)
Ich fande ja den Kommentar sehr bezeichnend, wo jemand meinte, überhaupt gar kein Verständnis für so etwas zu haben, aber als Kind auch nie genug Phantasie gehabt zu haven, etwas von sich aus zu malen. Eh, ja.
ich fand die Antwort darauf noch besser. Fanfic schreiben bedeudet ja, dass dem Autor der Fanfic selbst nichts eigenes einfällt, warum sonst sollte man irgendetwas fremdes weiterschreiben.
Ach, ich weiß nicht. Ich fand die erste Antwort sehr ehrlich und nachvollziehbar. Wenn man keine Phantasie hat, kommt man auch nicht darauf, etwas zu schreiben, und alle, denen es anders geht, müssen einem sehr, sehr seltsam erscheinen. Die Antwort darauf jedoch ... *argh!*
Aber immerhin sagt die, die sich als phantasielos bezeichnete, dass man ihrer Meinung nach sehr viel Phantasie brauche, um FanFiction zu schreiben. Ich kann zwar ihre Phantasielosigkeit nicht nachvollziehen, aber zumindest kann sie trotzdem denken ;)
Ja, eben.

Nur dumm, dass gleich wieder jemand hinterherbuttern musste, Fanfic sei doch mehr so, als male man bei jemandem anderen ab, weil einem selbst nichts einfalle. *augenroll*
I know I am German. Yes, yes. But even so, having lived in England for nearly 20 years, I can't help finding the surname Cuntz somewhat... problematic.

*is twelve*
I'm sure she has heard every single joke about it. *g* Some people are just lucky that they don't live in an English speaking country. ;)
My I add for further laughters that I know of a project at Lüneburg University that is officially named Cunticum. Cunticum!!! And nobody noticed anything before I pointed it out...
I know of a project at Lüneburg University that is officially named Cunticum. Cunticum!!!

O_O!!!!!!!!!!! Who thought that was a good idea? I mean... WHAT?!
Heh. Meine nicht-fannische Mitbewohnerin hat mir den gestern geschickt, war aber etwas gelangweilt davon, weil ich sie natürlich viel besser up to date halte *lacht*
weil ich sie natürlich viel besser up to date halte *lacht*

Das will ich auch schwer hoffen! Wenn man dem Mainstream nicht mindestens um ein paar Kilometer voraus ist, läuft da etwas schief. ;) Ich finde es aber schon interessant, dass sich die Herangehensweise an das Thema weiterzuentwickeln scheint. Zumindest wird hier schwerpunktmäßig auch auf die literarische und politische Bedeutung eingegangen. Früher war der Schwerpunkt eher anthropologisch gesetzt. (Auf den nach wie vor vorhandenen "Schaut euch die Freaks an!"-Faktor gehe ich lieber nicht ein.)
re. anthropologischer Ansatz: Heh, sie ist Ethnologiestudentin, deshalb ist sie dafür quasi berufsmäßig recht offen :D Und ich komme aus der Medienwissenschaft und geh eh immer automatisch vom Rezipientenstandpunkt aus (ich finde es schlicht interessanter, was Leute mit Dingen machen, als das Ding an sich ergründen zu wollen) bzw. vage post-modern angehauchter Literaturwissenschaft, deshalb interessiert mich auch die politisch/gesellschaftliche Relevanz (war schon immer ein großer 'Free Culture' Fan, was soll ich sagen :D). Ich seh Fan-Kultur ganz selbstbewusst -- mein Credo ist immer, dass [um nur eine Aspekt ruaszupicken] die Art und Reichweite von Debatten, wie wir sie teilw. hier auf LJ haben, genauso [ok, eigtl. mehr als] relevant ist wie ein Grüppchen Kafka-Gelehrter, die sich untereinander zitieren. Aber, hey, wem erzähl ich das :D!
mein Credo ist immer, dass [um nur eine Aspekt ruaszupicken] die Art und Reichweite von Debatten, wie wir sie teilw. hier auf LJ haben, genauso [ok, eigtl. mehr als] relevant ist wie ein Grüppchen Kafka-Gelehrter, die sich untereinander zitieren. Aber, hey, wem erzähl ich das :D!

Ich schlage mich auch auf die Seite von relevanter als ein Grüppchen Kafka-Gelehrter. *g* Wenn jemand all die Aufsätze, die in den letzten zwei Wochen im Zusammenhang mit der großen Debatte gepostet wurden, in einer Festschrift zusammenfassen würde, würden die Kritiker sich vermutlich mit verwunderten Lobeshymnen überschlagen, weil sie gar nicht fassen können, wo der ganze kritische und geistreiche Dialog auf einmal herkommt.
Und die Fragen hätten interessanter sein können, sie hätte mit wesentlich mehr umgehen können ^_~

Oho? Du hattest auf Anzüglichkeiten gehofft? *g*
Es freut mich, dass der Artikel erstaunlich sachlich war und man so ganz langsam und allmählich zu begreifen scheint, dass man sich mit den Fans und dem Fandom beschäftigen muss, weil es einfach zu viele werden *g*

Auch wenn der Ton ein wenig hrablassend war, war er erstaunlich sachlich und das hat mir gefallen.
Auch wenn der Ton ein wenig hrablassend war, war er erstaunlich sachlich und das hat mir gefallen.

Ich denke, das lag zu ganz großen Stücken an der Gesprächspartnerin, die einfach in Großbuchstaben davon ausgegangen ist, das wäre ein wichtiges Thema, und da hat sich auch der herablassende Interviewer nicht getraut, das anzuweifeln.
Kann mich deinem Kommentar zum HP Fandom nur anschließen. Um ehrlich zu sein haben mich die Filme eher vom Slash abgehalten (mal mit Ausnahme von Ep.4 Harry/Cedric), aber meine Vorstellung der HP Charaktere basiert auf den ersten 4 Büchern (die anderen hab' ich zwar gelesen, haben mir aber von der Charakter- und Plotentwicklung nicht mehr wirklich gefallen).
Wenn ich also im HP Fandom ab und zu lese, dann hab' ich eigentlich immer die Buchcharas im Kopf.
aber meine Vorstellung der HP Charaktere basiert auf den ersten 4 Büchern

Geht mir ganz genauso!
Wenn du soviel mit Fans zu tun hast, hast du nicht den Eindruck, dass die ein wenig verrückt sind?

Einspruch, Euer Ehren! Suggestivfrage! :P
re. Frage: Auch interessant die implizite Dichotomie Studienobjekt -> Observierende/r Forscher/in. Aber fairerweise muss man sich schon mit dem Thema beschäftigt haben, um den Ansatz "Aca-fan" zu kennen.
Ist mir auch aufgefallen, dass dem Interviewer gar nicht der Gedanke gekommen zu sein scheint, dass sie selbst Mitglied dieser eigenartigen Subkultur sein könnte. Dabei war das nicht gerade kryptisch kodiert... Und da kamen privates und wissenschaftliches Interesse zusammen. Heh.
Und was für eine Gemeinheit, sie ist noch nicht einmal drauf reingefallen! :P

Ernsthaft, was sind das für Interviewfragen? Warum dem Gesprächspartner nicht gleich ein Skript in die Hand geben, damit sie weiß, was sie gefälligst zu antworten hat?
Und was für eine Gemeinheit, sie ist noch nicht einmal drauf reingefallen! :P

Diese Art Frage hört sie vermutlich zweimal am Tag und hat eine Standardantwort parat...
Wage ich es mir diesen Artikel durchzulesen?
Du kannst es wagen. Die Antworten sind in Ordnung, nur die Fragen blamieren den Interviewer.
Ich glaube, das geht durchaus zusammen. Denn eigentlich muss man als Wissenschaftler immer ein Stück weit Fan von dem sein, womit man sich beschäftigt.

Ich mag diese Frau :D
Den Artikel finde ich nicht überragend aber recht ordentlich, aber das, was sich die Kommentatoren zum Teil unter Fanfiction vorstellen zeigt doch, dass sie gar nicht genau verstanden haben, worüber in dem Artikel geredet wird.
Hast du was dagegen, wenn ich den Artikel in den Stargate Palace linke? Vielleicht interessiert es ja irgendwen...
Hast du was dagegen, wenn ich den Artikel in den Stargate Palace linke?

Der Link gehört ja nicht mir, also greif ruhig zu. Nur mein Journal bitte dort nicht linken. :)
Danke! Mal sehen ob jemand dazu etwas zu sagen hat...
Danke für den link!

Mein Gott, was für ein dämlicher Autor. Hat offensichtlich selber keine Erfahrung mit dem Thema, ist aber irgendwie an das Veranstaltungsprogramm von dem Kongress gekommen und fand das Thema so daneben, dass es schon wieder interessant ist. Oder so.

Wobei es interessant ist, überhaupt was über das Thema zu lesen. Ich hab auch schon verschiedene (hoch seriöse natürlich!) Beiträge zum Thema gemacht. Man kriegt das immer nur verkauft mit "Stell dir mal vor, da gibt es Leute, die Harry Potter weiterschreiben!", also letztlich über die Freak-Schiene. Dann muss man im Beitrag selber wahnsinnig viel erklären, um die Leute mitzunehmen, die nicht mal die Ausgangsliteratur kennen, geschweige denn Fanfiction. Und dann ist man auch noch meist auf deutschsprachige fics angewiesen, wenn man Beispiele zitieren will, und grad bei HP hat man da echt ein Problem... bzw. die A-Karte gezogen, ums brutal zu sagen.

Schwieriges Thema. Aber interessant.

Die Wissenschaftlerin klingt interessant. Für ihre These, dass erst die Filme den Slash nach Harry Potter gebracht haben, wünsche ich ihr allerdings viel Glück - das ist doch totaler Quatsch, oder?
Die Wissenschaftlerin klingt interessant. Für ihre These, dass erst die Filme den Slash nach Harry Potter gebracht haben, wünsche ich ihr allerdings viel Glück - das ist doch totaler Quatsch, oder?

Weiter oben meinte jemand, dass sie als Filmwissenschaftlerin natürlich einen Filmbezug braucht, um darüber zu schreiben. Es würde mich auch nicht wundern, wenn die genaue These für den Artikel verkürzt oder leicht abgewandelt wurde, um nicht bei Adam und Eva anzufangen (wie du ja selbst bemerkst, dämlicher Autor! Ich wüsste überhaupt nicht, wie ich auf seine Fragen reagiert hätte), und sie in ihrer Arbeit eher darauf eingeht, wie die Filme das Slash-Fandom beeinflusst haben.

PS: Durch einen Artikel von dir über HP und Fanfic habe ich Journal überhaupt erst gefunden. Bzw. ich glaube, du hast meins gefunden, nachdem ich zu dem Artikel gelinkt hatte. Der war ziemlich gut. Daran kann ich mich sehr genau erinnern. :)
Es würde mich auch nicht wundern, wenn die genaue These für den Artikel verkürzt oder leicht abgewandelt wurde

Ich wünsche es ihr von ganzem Herzen - denn seine Diss auf einer total haltlosen These aufzubauen, klingt für mich nicht wirklich erfolgversprechend... :)

PS: Durch einen Artikel von dir über HP und Fanfic habe ich Journal überhaupt erst gefunden. Bzw. ich glaube, du hast meins gefunden, nachdem ich zu dem Artikel gelinkt hatte. Der war ziemlich gut. Daran kann ich mich sehr genau erinnern. :)

Danke für das Kompliment - aber der Artikel war nicht von mir. Sondern einer in epd-Film, von einer Autorin, die wiederum mit einer Starwars-Autorin bekannt ist, die ich wiederum für einen Beitrag interviewt habe. Oder vielleicht wars noch ne Ecke mehr?!

Meine Beiträge über Fanfic sind nicht im Netz, wenn ich es richtig sehe. Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir gern was mailen. /ende werbung
Danke für das Kompliment - aber der Artikel war nicht von mir.

Huh, dann hatte ich das falsch in Erinnerung. ^^° Hauptsache, der Artikel war gut. ;)

Meine Beiträge über Fanfic sind nicht im Netz, wenn ich es richtig sehe. Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir gern was mailen. /ende werbung

Ich sammle so etwas wie andere Leute Briefmarken. Mit anderen Worten, ich würde mich sehr freuen, wenn du mir das mailen würdest. :D (mein LJ user at gmx dot net)
Done! Potentiell peinlich, aber egal... :)
Viel Spaß beim Entschlüsseln kryptischer Regieanweisungen u.ä.

Beim letzten langen Stück habe ich viel - schlechte - Fanfic zitiert. Und der Regisseur arbeitet auch als Sprecher und Schauspieler, der hat das so wundervoll gelesen, zum Hinschmelzen. Eigentlich sollte ich das mal irgendwo als mpg zu Gehör bringen.
ich glaub nicht, dass ich mich dahin wage, selbst wenn Sie sich gut geschlagen hat, die Kommentare werden mich nur aufregen XD
Die Fragen sind fürchterlich, die Antworten sind relativ gut und die Kommentare sind teilweise unfreiwillig komisch. Lies es ruhig. (Okay, die Leserkommentare kannst du auch schadlos weglassen. ;)
Danke für den Link, ist immer mal interessant was halbwegs seriöses über Fanfiction zu lesen.

Der momentan letzte Kommentar auf der Seite ist eindeutig der Beste:
"gute fanfics sind gut.
ich bin fan.
ich mag yaoi!"

Ahahaha, richtig so!
"gute fanfics sind gut.
ich bin fan.
ich mag yaoi!"


Sehr poetisch. Und ich liebe dein Icon!