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orion - doro

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Zusammenhänge

Vorhin bei seidenstrasse gesehen: Gunther Nickel: Google unterhöhlt das Urheberrecht. Worum geht es genau, mit welchen Konsequenzen, und wo erfährt man mehr? Artikel, der den Untergang des deutschen Verlagswesens an die Wand malt.

Ein paar Tage zuvor ...

Clay Shirky beschäftigt sich in Newspapers and Thinking the Unthinkable mit der Zukunft der Zeitung, wie wir sie heute kennen:

Round and round this goes, with the people committed to saving newspapers demanding to know “If the old model is broken, what will work in its place?” To which the answer is: Nothing. Nothing will work. There is no general model for newspapers to replace the one the internet just broke.

With the old economics destroyed, organizational forms perfected for industrial production have to be replaced with structures optimized for digital data. It makes increasingly less sense even to talk about a publishing industry, because the core problem publishing solves — the incredible difficulty, complexity, and expense of making something available to the public — has stopped being a problem.


Letzten Donnerstag: Gericht entscheidet gegen die Hartplatzhelden.

Es steht 2:0 für den Fußballverband: Das Oberlandesgericht Stuttgart urteilte in zweiter Instanz gegen das Videoportal Hartplatzhelden. Das veröffentlicht Videos von Hobbyfilmern. Die dürfen zwar nach Lust und Laune filmen, das Material aber offenbar nicht einfach veröffentlichen, wo sie wollen.


Wir leben in interessanten Zeiten.

Comments

Ah ja, die uralte Frage, ob das Web alle verdummt oder Information demokratisiert.

Sagen wir's mal so: Die klassichen Medien haben ihre Warzen wie RTL2 und ihr NeunLive. Der Vorteil von dummen Youtube-Videos ist, dass sich keiner mehr eine goldene Nase am geistigen Elend einiger verdient.

Wir befinden uns in einer interessanten Phase dahingehend, dass in den nächsten 10 Jahren die Entscheidung fallen wird, ob sich journalistische Qualitätsangebote auch im Web durchsetzen, und auf welche Weise das geschehen wird. Das Bezahlmodell hat sich als Niete erwiesen - selbst die New York Times ist inzwischen gänzlich kostenfrei erhältlich. Finanziert wird das Ganze weiterhin über Werbung. Dahingehend ändert sich also gar nicht so viel zum alten Modell.

Die Buchverlage haben geschlafen und im Gegensatz zu den Zeitungen gedacht, dass sie das Web ignorieren können. Nun kommt Google und Amazon und spuckt ihnen in die Suppe. Alle schreien Weltuntergang. Dabei müssten sich die Verlage endlich nur mal vom Arsch bewegen und selbst ein vernünftiges Ebook-Modell auf die Beine stellen. Wenn dann nämlich alle Bücher, die nicht mehr nachgedruckt werden, bei Ihnen weiterhin elektronisch erhältlich sind, erübrigt sich das Googlebooks-Problem, denn dann verbleibt das Urheberrecht weiterhin an der alten Ausgabe.

Ja, anscheinend braucht es immer Druck, bis sich was bewegt. So zum Bleistift Börsencrashs.

Interessante Zeiten indeed.
Das Problem ist ja, daß Google nicht nur die Bücher, die nicht nachgedruckt werden, scannt und veröffentlicht, sondern auch Bücher, die weiterhin vom Verlag regulär vertrieben werden.

Gerade gelesen und es paßt ja ins Thema:
http://www.tagesschau.de/ausland/zeitungenusa100.html
Danke für den Link. :)

Das Problem ist ja, daß Google nicht nur die Bücher, die nicht nachgedruckt werden, scannt und veröffentlicht, sondern auch Bücher, die weiterhin vom Verlag regulär vertrieben werden.

Also genau wie bei allen anderen Inhalten, wo es Streitigkeiten um die kostenlose Online-Verbreitung durch Dritte gibt. Musik, Filme, eBooks und jetzt auch Bücher... Eigentlich müsste man auch sehr viel mehr über Fotos hören. (Gibt es eigentlich noch Strickmusterzeitschriften oder sind die bereits ausgestorben?)

Ich bin gespannt, wie die neuen Modelle aussehen werden, denn der Umbruch kommt. Nur der Bruch kommt zuerst und irgendwann später wird klar, wie sich die Landschaft verändert hat. Wie gesagt, interessante Zeiten.
Wir befinden uns in einer interessanten Phase dahingehend, dass in den nächsten 10 Jahren die Entscheidung fallen wird, ob sich journalistische Qualitätsangebote auch im Web durchsetzen, und auf welche Weise das geschehen wird.

Guter und sehr wichtiger Punkt! Die ersten Ansätze sehen wir schon jetzt in der Blog-Landschaft. Ich kann mich an ein paar Sachen im letzten Jahr erinnern, wo Dinge von Einzelpersonen oder dem einen oder anderem Blog angestoßen wurden und immer Leute die Nachricht verbreitet und mitrecherchiert haben, so fast jeder online davon gehört hatte, bevor die ersten Zeitungen es Tage später aufgriffen und als "News" druckten.
geld oder / und google ist nicht das problem.
und der Untergang des dt. Verlagswesen, das ist auch nicht etwas , was mich sonderlich bekümmert , sind schon viele Industries vor ihr vor die Hunde gegangen durch neue Medien.

ich hab erst letzte Woche 10 Euro per paypal an freece überwiesen, die ein Original slavefic novel grade schreibt.
Lieber geht mein Geld an sowas, was ich nicht mal in druckform hab, als das ich es für so ein hype wie "Feuchtgebiete" ausgebe.

da mach ich mir schon eher Sorgen wegen der Pläne von der Leyen, und deren Zensurwahn.
und natürlich haben die Auftrieb, dank Winnenden.
Killerspiele und Pornos, klar, der Untergang unserer ganzen Gesellschaft. *rolls eyes*
ich hab erst letzte Woche 10 Euro per paypal an freece überwiesen, die ein Original slavefic novel grade schreibt.

Gute Einstellung. Könnte durchaus sein, dass in der virtuellen Welt das mittelalterliche Modell der Mäzene zu neuem Leben erwacht, wer weiß. :)

(Ich lese die Story auch und warte sehnsüchtig auf das nächste Kapitel. ^_^)