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orion - doro

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The Night Manager

Die Miniserie The Night Manager ist wie ein sechs Stunden langer, richtig guter Bond-Film, der sich Zeit für die Charaktere nimmt und dabei eine atemlose Spannung aufbaut, bei der man einfach nicht wegsehen kann. Tom Hiddlestons Charakter Jonathan Pine ist ein ehemaliger Soldat und Night Manager eines Hotels, der undercover in die Organisation des Waffenhändlers Richard Roper (Hugh Laurie) eingeschleust wird, um ihn zur Strecke zu bringen. Wenn die beiden aufeinander prallen ist das ein wahrer Genuss!


The Night Manager: Trailer - BBC One


The Night Manager: AMC Global Official Trailer

In dem Zusammenhang habe ich auch schon eine Story gefunden, die mit interessanten Dynamik der beiden spielt: Managed by achray (Jonathan Pine/Richard Roper, 2106 words).
“I didn’t realize this was part of the job description,” Jonathan said, easily.
“Call it a perk,” said Roper.
“And if I say no?”
“That,” said Roper, “would only be a relevant question if you were planning to.”

Comments

Oh ja, die steht auch auf meiner to watch Liste. Danke für's Erinnern!
Gerne doch. :)

Ich habe gehört, die internationale und damit auch die deutsche Version soll anders geschnitten sein als das Original, also acht statt sechs Folgen, vermutlich weil eine Stunde pro Folge denen zu lang war. Wie das vom Erzählrhythmus her funktionieren soll, ist mir allerdings schleierhaft. Insofern schau lieber die britische OV, wenn du Zugriff darauf hast.
Mich hat die Serie eiskalt erwischt, da ich völlig unvorbereitet da reingestolpert bin und nie damit gerechnet hätte, dass die Charaktere mich so faszinieren würden. Die ganzen "was wäre wenn"-Ideen, die mir dazu im Kopf herumspuken, sind auch ein netter Zeitvertreib. (Zum Beispiel was wäre wenn Pine tatsächlich so tief da rein rutscht, dass er nicht wieder herauskommt? All seine Verbündeten verliert bzw Roper ihm auf die Schliche kommt und dafür sorgt, dass ihm alle Wege heraus versperrt sind und er keine andere Wahl hat, als Teil von Ropers Welt zu werden?) Ich muss schon sagen, dieses Katz-und-Maus-Spiel drückt ganz schön heftig auf all meinen Knöpfchen herum.
Ja, aber was wäre, wenn er gar nicht raus will, weil es ihm auf Ropers Insel so gut gefällt, dass er den Laden lieber selber managen will und nicht als Hotelier?

Die Versuchung ist sicherlich da, auch wenn ich mir nur schwer vorstellen kann, dass er sich von alleine auf Ropers Seite schlagen würde, nur weil ihm das Leben gefällt. Dafür wiegen die Gründe zu schwer, warum er sich überhaupt auf die Mission eingelassen hat, insofern braucht es für mich genauso triftige Gründe, um ihn dazu zu bringen, die Seiten zu wechseln. Wenn es zum Beispiel darum gehen sollte, Jed das Leben zu retten oder noch schlimmeres zu verhindern, sein Verhalten Roper also als Pfand dient und ein Fehltritt nicht nur für ihn Konsequenzen hätte, dann sähe die Sache anders aus. Dann gäbe es vermutlich nichts, was er nicht zu tun bereit wäre...

Hast du die letzte Folg schon gesehen?

Hast Du übrigens eine Ahnung, ob die Serie noch ins Fernsehn kommt

Derzeit ist nur von Amazon Prime die Rede, insofern kann es vielleicht etwas bis zur TV-Ausstrahlung dauern. :/ Dafür gibt es die nächte Woche bereits die britische und ab Ende April die deutsche Version auf DVD/Blu Ray, insofern kann man die Serie zumindest verschenken/ausleihen.
Auch ich finde die Serie ausgezeichnet. Ist sehr schön im Stil eines "klassischen" Spionage-Thrillers gemacht, wenn auch modernisiert - ich habe jetzt erst gemerkt, dass ich diesen Stil vermisst habe.

ETA: Was ich besonders schätze, ist die Charakterisierung - die natürlich auch davon profitiert, dass Hiddleston ein Schauspieler ist, der tatsächlich auch ohne Worte und große Dramatik Bände ausdrücken kann. Es ist so schön klassich le Carré, wie mehr und mehr klar wird, dass in dem scheinbar "Guten" auch schon immer Abgründe warten, die im Rahmen dieser eigentlich wirklich guten Sache notwendigerweise instrumentalisert werden... und die dabei immer mehr Überhand nehmen. Unvermeidlich, aber fatal. Der gute Spion muss eben mit seiner Beute so gut wie identisch sein.

Edited at 2016-03-26 11:04 pm (UTC)
(Ich hab nur 5 Folgen gesehen bisher...)
Pines Abgründe fand ich auch sehr faszinierend. Wie weit zu gehen er bereit ist und wie weit er tatsächlich geht - das kam der "Lizenz zum Töten" schon ziemlich nah (ich nehme an, du hast die letzte Folge zwischenzeitlich geseheh?).
Ja, habe ich! Ich fand gerade die ersten Szenen der Serie fantastisch gemacht - mit welcher Lässigkeit Pine durch eine äußerst turbulente Situation schlendert, die sehr zu einer unkontrollierten Straßenschlacht tendiert. Nur ein netter Nachmittagsspaziergang... mal sehen, was so los ist. Schönes Wetter heute!

Da zeigte sich sofort, dass die Fassade den Menschen nicht wirklich zeigte. Scheint auf den ersten Blick nicht auf den vornehm zurückhaltenden, formvollendet höflichen englischen Night Manager zu passen - tut es aber eben gerade doch. :-) Wie sich bald mehr und mehr zeigt ist Pine ein Adrenalin-Junkie, dem der Selbsterhaltungstrieb ebenso fehlt wie eine normale Distanz zur Gewalt. Dazu passt auch die militärische Vergangenheit, die nur kurz angesprochen wird, aber IMO sehr wesentlich ist.

Ich würde ihn auch als Soziopathen einstufen - nur eben als einen mit Moral, der sich als "Guten" sieht. Der ideale Spion. ;-) Ich würde eigentlich gerne noch viel mehr über die Figur sehen, um die Entwicklung weiter verfolgen zu können.
Danke für die begeisterte Empfehlung; ich hab's dann heute ein zweites Mal versucht und bin prompt vorm Fernseher kleben geblieben. =D

Rückblickend betrachtet habe ich den Eindruck, dass ich beim ersten Anlauf eine gekürzte Fassung der ersten Folge gesehen habe?!
Freut mich, dass mein Schwärmen dich dazu gebracht hat, der Serie noch eine zweite Chance zu geben. :D

Vielleicht hast du die erste Folge nach internationaler Fassung gesehen? Die hat nämlich wohl acht Folgen, die dafür alle etwas kürzer sind ...

Ich hab noch nicht zu Ende geschaut, aber ich finde den Gedanken interessant, dass er so tief rein rutscht, dass er vielleicht gar nicht mehr raus will. Also, dass er eben nicht auf einer starken Linie bleibt, sondern trauchelt. Hab aber die letzte Folge noch nicht gesehen.
Ropers Welt hat schon was verführerisches, daran besteht kein Zweifel. Meine Gedankenspielereien sind zwar vorwiegend in eine etwas andere Richtung gegangen (alle Brücken sind weg, Roper erpresst ihn, etc. und Pine kann nicht mehr raus), aber im Endeffekt mit dem selben Ergebnis: Pine bleibt Teil dieser Welt und das Spiel geht weiter.
Oh, danke! Das kommt auf meine watch-list.
Damit machst du nichts falsch. :)