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sga - teyla stern

Avatar: The Last Airbender, Merlin und "color blind" Casting

Heute fliegen einige Einträge zum Thema Casting und Hautfarbe über meine Friendslist. Auslöser ist die geplante Movie-Version der erfolgreichen Zeichentrickserie Avatar: The Last Airbender.

cereta fasst die "The Last Airbender"-Situation zusammen: in adapting a animated series set in a world essentially filled with analogs of Asian and Inuit cultures, the filmmakers have chosen an all-white main cast.

cofax7 linkt zu Einträgen, die die Tragweite des Castings erklären (people don't really want to look at people who look like me) und was man dagegen machen kann (we all do what we can).

Gleichzeitig ist das Thema noch in einem anderen Kontext aktuell. Die Serie Merlin hat in einer Umkehrung und seltenen Ausnahme zum Trend in Gwen eine sonst traditionell als weiß dargestellte Figur "color blind" gecasted. and_i hat ein paar Thoughts on Colourblind Casting in Merlin (Or I'm finally a fucking princess): but she was considered without being hindered by the preconceptions of Guinevere's inherent whiteness. That is pretty damn special. A lot of the time when "We cast the best person for the job!" is used, it's used as a shorthand to deflect any complaints about not casting out of the traditional White Hero mould. copracat meint hingegen I think, no, not colourblind. I think the producers deliberately sought an actress of colour.

Wenn man nach dem fast einstündigen Interview mit Julian Jones (einem der Macher der Serie) geht, dann scheint es nicht so, als wenn TPTB bewusst nach einer bestimmten Hautfarbe Ausschau gehalten hätten, aber ich mag mich da irren. Angel ist auf jeden Fall klasse in der Rolle und ich glaube gerne, dass sie die Beste war und deshalb genommen wurde. :)
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Comments

Ich habe generell das Gefühl, dass die Briten viel selbstverständlicher mit "Hautfarbenvielfalt" umgehen als die amerikanische Film-und Fernsehindustrie. Natürlich sind auch bei Doctor Who und Torchwood die meisten Figuren kaukasischen Typs (kann man das echt auch so in Deutsch verwenden? Für Caucasian?), aber wenn Tosh als Asiatin dabei ist und Martha als Schwarze und irgendwo noch ein paar Inder rumwuseln, dann kommt es mir nie vor als würde die BBC zwanghaft versuchen, eine Quote zu erfüllen. Es ist kein großes Ding, so wie Jacks Bisexualität kein großes Ding ist, und genau das gefällt mir bei den britischen Serien so gut.

Aufgefallen ist mir das übrigens auch bei britischen Musicals, wo immer wieder schwarze Schauspieler engagiert werden einfach weil sie eine tolle Stimme haben, Anachronismus hin oder her. Letztes Jahr waren zwei der Rollen in Les Misérables in London mit Schwarzen besetzt, und einen schwarzen Rocky aus der Rocky Horror Show hab ich auch schon gesehen. Ich mag diese Selbstverständlichkeit.

Edited at 2008-12-11 06:12 pm (UTC)
Die Briten gehen anders damit um, aber ob sie deshalb so viel besser darin sind, weiß ich nicht. Ich schaue nicht genug Serien, um das beurteilen zu können. (Ich weiß, ich weiß, das glaubt mir niemand. *schluchz*) Als vor einigen Wochen spekuliert wurde, dass Paterson Joseph der neue Doctor Who werden könnte, waren allerdings wohl genug Leute im Netz unterwegs, die das nicht so prickelnd fanden, weil der Doctor doch noch nie ein Schwarzer gewesen wäre.

Letztes Jahr waren zwei der Rollen in Les Misérables in London mit Schwarzen besetzt, und einen schwarzen Rocky aus der Rocky Horror Show hab ich auch schon gesehen. Ich mag diese Selbstverständlichkeit.

Das finde ich auch prima. War mir so bisher gar nicht bewusst. :)
Deswegen ja auch mein Kommentar, dass die meisten Figuren schon von "Weißen" gespielt werden. Aber ich finde schon, dass die Briten besser darin sind, die Vielfältigkeit ihrer Kultur mit ins Fernsehen einfließen zu lassen. Oder zumindest finde ich, dass ihre Bemühungen nicht wie Bemühungen aussehen.

Was mir in US-Serien immer auffällt ist, dass Schwarze oder Asiaten oder Hispanics immer direkt Probleme haben, in denen ihre Kultur mit der "amerikanischen" kollidiert und die armen Figuren immer durch mittelschwere bis fatale persönliche Identitätskrisen müssen. Bei Gilmore Girls hast du Lane, die von ihrer Mutter zu einem koreanischen Vorzeigemädchen erzogen werden soll, bei Judging Amy gab es mal die Diskussion, ob eine weiße Familie ein schwarzes Baby richtig aufziehen kann und irgendwie kommt es mir in vielen Serien immer so vor, als versuchen die Autoren nebenbei noch grundlegende kulturelle Konflikte zu lösen anstatt sich bloß auf die Figuren zu konzentrieren. Im Gegensatz dazu kommt es mir bei den britischen Serien immer so vor, als handles es sich bei Schwarzen und Asiaten etc. um "richtige" Briten, die halt zufällig etwas anders aussehen.

Jetzt mag man natürlich sagen, Amerika und Britain zu vergleichen sei wie Äpfel und Birnen zu vergleichen - in Amerika kann sowieso jeder im besten Fall seine Wurzeln bis zur Mayflower zurück verfolgen und dir genau aufzählen, das er 1/16 Deutscher ist. Mag sein, dass diese Konflikte in Amerika Tagesordnung sind, und die Frage, wo man denn nun hingehört und wie man wo in der Gesellschaft seinen Platz findet. Vielleicht kommen mir deshalb die US-Serien immer so bemüht vor. Ich finde aber schon, dass das britische Fernsehen anders damit umgeht (in der britischen Casanova-Verfilmung gab es, meine ich zumindest, auch "colorblind" besetzte Figuren). Ideal ist es mit Sicherheit noch nicht, aber was diese Sache angeht sind mir britische Sachen doch lieber.

So. Exkurs mit viel Blah beendet. :)
Heh. Okay [/blah]. *g*

Reden wir lieber über Gwen! Die du morgen kennen lernen wirst! :D

Ganz zu schweigen von Merlin! Und Arthur! Und dem Slash Drachen!!
Ich habe mich in die Materie schon eingelesen und Elli schon erklärt, warum Merlin der Sage nach eigentlich ist wie Sam Winchester :)
Wenn man sich das Interview mit Julian so anhört glaubt man eher, dass Colin der Problemfall im Casting war. So Nordirland-Konflikt > Hautfarbe. Mal abgesehen davon, dass beide genial in ihren Rollen sind und ich froh bin, dass die Serienmacher und Casting-Agenten sich durch solche Vorurteile eher nicht beeinflussen lassen haben.

Wenn man sich das Interview mit Julian so anhört glaubt man eher, dass Colin der Problemfall im Casting war.

Aber hallo! So wie Julian den ersten Eindruck beschrieben hat (kam gerade von einer Rolle, wo er einen Drogensüchtigen spielte, Bartstoppeln, wirre Haare... und dann dieser Akzent!), muss Colin wirklich dauerhaft eine genial Leistung abgeliefert haben, die alles wieder rumgerissen hat.

So Nordirland-Konflikt > Hautfarbe.

Faszinierend, oder?
Ich finde gerade die Besetzung von Gwen mit einer farbigen Schauspielerin interessant, da 'gwen' weiß bedeutet und Gwenhwyfar entweder Weißer Geist oder Weiße Hand, was angeblich auch eine Anspielung auf ihre sehr helle Haut sein soll. Und in den meisten Arthur-Adaptionen und auch Romanen wird sie meistens als sehr hellhäutig und blond beschrieben, als Kontrast zur dunkelhaarigen Morgana. Was wiederum ja ein Gleichnis von Gut=blond versus Böse=dunkelhaarig ist.

Und wenn man mal auf die mythologische Ebene abhebt (z.B. nach Luisa Francias Die Göttin und der Heros), dann steht die helle Gwenhwyfar oder Guinevere für die nordischen Götter/Christentum, die die alten keltischen Götter (Morgana und Lancelot, aber wohl auch Merlin und Nimueh) verdrängen.

Aber Merlin ist ja gut darin alles ein bisschen auf den Kopf zu stellen. Ich finde es immer noch herrlich, dass die Lady of the Lake der Serienbösewicht ist, wobei ich sie und ihre Beweggründe teilweise sehr gut verstehen kann.

Ich denke, dass legoline recht hat, dass die Briten beim Casten anders vorgehen und bei weitem nicht so extrem PC sind oder es so zwanghaft versuchen wie die Amis. Und dadurch wirkt es auch viel natürlicher. Ansatzweise kann man es auch in Deutchland sehen, in der Oper und im Ballett sowieso (Wagnerinzenierungen mit Jesseye Norman z.B.) und auch immer mehr im Fernsehen.

Und ganz offen gesagt, die meisten Diskussionen über Hautfarbebasierenden Rassiusmus scheinen von Amis zu kommen und denen will ich dann immer sagen, dass RAssimus in Europa was ganz anderes ist, als in den USA und wir eher Probleme mit Fremdenhass haben als mit Rassiumus, was ja schon was anderes ist. Ich kann mich immer noch an die ganzen Diskussionen in HP erinnern und wo die meisten den so offensichtlichen *Rassismus* gar nicht sahen.
wir eher Probleme mit Fremdenhass haben als mit Rassiumus, was ja schon was anderes ist.

Huh. In welchem Europa ist das, und warum leb ich dort nicht? Europa hat massive Probleme mit Rassismus. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... Franzosen sind auch "fremd". Da frag ich mich doch warum sie nicht so gehaßt werden wie Schwarze, Türken, Vietnamesen...

Du tappst grad in etliche Fettnäpfe, die Leute in solchen Diskussionen an die Decke gehen lassen.

PS. Es gibt keine "Farbigen". Ich kann den Blog nur empfehlen. Ich sehr interessant.
Huh. In welchem Europa ist das, und warum leb ich dort nicht? Europa hat massive Probleme mit Rassismus. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... Franzosen sind auch "fremd". Da frag ich mich doch warum sie nicht so gehaßt werden wie Schwarze, Türken, Vietnamesen...

Weil z.B. Türken oder Inder oder auch Russlanddeutsche (mit denen wir hier wo ich wohne sehr viele Probleme haben) keine andere Rasse sind. Sind alle Teil des Indoeuropäischen Raums, mit Ausnahme der Ungarn und Finnen, die asiatische Wurzeln haben, was man anhand der Sprache sieht (uralische Sprachzweig).

Ganz zu schweigen davon, dass der Begriff "Rasse" in Deutschland problematisch ist und man eher von ethnischer Zugehörigkeit spricht. Allein das Wort "Rasse" kann schon zu hitzigen Diskussionen führen, was man z.B. merkt, wenn es um Schulungen zum Allgemeinen Gleichstellungsgesetz geht, wo es ja um Diskriminierung geht.

Ich beschwichtige keineswegs, dass es nicht massive Probleme in Deutschand und auch in Europa gibt, aber die sind nicht vergleichbar mit dem Rassismus, wie er in den USA existiert. Sie sind einfach anders gewichtet und haben nicht unbedingt immer etwas mit der Hautfarbe zu tun, wobei sie natürlich tweilweise auch was mit der Hautfarbe zu tun haben. Manche Russlanddeutsche sehen deutscher aus, als z.B. ich und sie sind im Endeffekt auch Deutsche. Trotzdem gibt es immer wieder Probleme und das ist nicht Rassismus, sondern Fremdenhass oder Fremdenfeindlichkeit, der eher auf kulturellen Hintergründen basiert, als auf Hautfarbe oder "Rasse". In den USA ist es eindeutig die Hautfarbe in Kombination mit der Geschichte der Sklaverei.

Der Judenhass der Nazis hatte eigentlich nichts mit Rasse zu tun, auch wenn sie versucht haben es damit zu erklären. Es gibt keine Rasse der Juden.

Auch bei vielen Türken kann man nicht vom Aussehen her darauf schließen, dass es Türken sind. Da sind es doch eher die kulturellen Unterschiede, die auffallen, z.B. Kopftuch, Bart oder Sprache.

Ich habe einige Monate in Florida gelebt und der offensichtliche Rassismus dort, basierend allein auf der Hautfarbe war erschreckend. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich davor gewarnt wurde mich mit bestimmten Leuten abzugeben, einzig und alleine weil sie eine andere Hautfarbe haben. Bis dahin kannte ich eher Warnungen bestimmte Gegenden zu vermeiden oder als blonde Frau nicht unbedingt alleine loszuziehen (eine Warnung, die man heute immer noch bekommt, wenn es Richtung Süden, z.B. Italien oder Griechenland geht), nicht aber Kollegen.

Und ich weiß von einigen Amerikanern (weiß und farbig), dass sie Europa teilweise angenehmer finden, als die USA. Was wahrscheinlich auch damit zusammenhängt, dass sie als Amerikaner gesehen werden und sich hauptsächlich in eher intellektuellen Kreise bewegen, wo die Ablehung - wenn sie existiert - subtiler ist und sie nicht mit dem Stammtischdenken konfrontiert werden. Ein schwarzer Asylant wird weitaus mehr Probleme haben.

Und es gibt auch Ablehnung von unseren direkten Nachbarn. Ich wohne im Grenzgebiet zu Frankreich und der Schweiz und auch da wird 'gefremdelt', nur bleibt es meistens bei dummen Sprüchen und den ewigen gleichen Vorurteilen und nimmt nicht die extremen Maße an, wie sie z.B. Türken, Vietnamesen, Russlanddeutsche oder Afrikaner erleben. Anderseits, gehe z.B. mal als Deutscher in einen englischen Pub, wenn dort gerade England gegen Deutschland spielt.... da kann es ganz schnell auch zu Gewalttätigkeiten kommen. Hat das was mit "Rasse" zu tun? Wohl eher mit Jahrhunderten von Geschichte.

Ich gestehe aber auch ganz offen, dass ich ein Problem mit dem Begriff Rasse haben und diesem ewigen Schubladendenken und Kategorisieren. Wir sind alle Menschen. Manche mag man, manche mag man weniger, aber da sollte Dinge wie Hautfarbe oder auch Herkunft keine Rolle bei spielen.

Und wenn man mal ganz spitzfindig sein will, dann sind alle Menschen farbig, denn auch dieses komische rosa-beige-braun, dass viele als 'weiß' bezeichnen ist eine Farbe ;-).

Blog werde ich auf jeden Fall mal lesen. Vielleicht habe ich auch irgendwo einen Knoten im Kopf weil ich versuche (mehr oder weniger erfolgreich) immer den Menschen zu sehen und nicht irhendwelche Schubladen oder Kategorien.
Huh, das ist länger geworden, als ich dachte. Sorry frogspace
Es gibt keine "Farbigen". Ich kann den Blog nur empfehlen. Ich sehr interessant.

Danke für den Link. Ich glaube, die korrekte Bezeichnung ist vielen Leuten hier schlicht und ergreifend nicht bekannt. Hinzu kommt, dass wir uns alle im englischsprachigen Fandom bewegen, wo ständig die Rede von PoC und CoC ist, was übersetzt ins Deutsche wiederum zu Verwirrung führt. :)
Dem kann ich nur völlig zustimmen. Und es ändert sich ja auch immer wieder.
Ich finde gerade die Besetzung von Gwen mit einer farbigen Schauspielerin interessant, da 'gwen' weiß bedeutet und Gwenhwyfar entweder Weißer Geist oder Weiße Hand, was angeblich auch eine Anspielung auf ihre sehr helle Haut sein soll.

Das war mir gar nicht bewusst! Wieder was gelernt. Auf die Idee, dass hier auch die Assoziationen von Gut und Böse ausgehebelt werden, bin ich noch gar nicht gekommen. :D

Und ganz offen gesagt, die meisten Diskussionen über Hautfarbebasierenden Rassiusmus scheinen von Amis zu kommen und denen will ich dann immer sagen, dass RAssimus in Europa was ganz anderes ist, als in den USA und wir eher Probleme mit Fremdenhass haben als mit Rassiumus, was ja schon was anderes ist.

Ich würde sagen, wir haben beides, und das in einer perfiden Kombination, die schwer zu entzerren ist. Bei uns ist die Diskriminierung basierend auf der Hautfarbe sozusagen subsumiert unter den Fremdenhass und kommt nebenher noch als Exotismus daher, was die Diskussionen nicht leichter macht.
Das war mir gar nicht bewusst! Wieder was gelernt. Auf die Idee, dass hier auch die Assoziationen von Gut und Böse ausgehebelt werden, bin ich noch gar nicht gekommen. :D

Wie in den alten Gangsterfilemn mit den weißen Hüten und den schwarzen Hüten. ;-) Ich glaube, das wurde auch mal im Zusammenhang mit Nebel von Avalon gebracht.

Ich würde sagen, wir haben beides, und das in einer perfiden Kombination, die schwer zu entzerren ist. Bei uns ist die Diskriminierung basierend auf der Hautfarbe sozusagen subsumiert unter den Fremdenhass und kommt nebenher noch als Exotismus daher, was die Diskussionen nicht leichter macht.

Nach <lj user="acari>'s comment habe ich mal nachgelesen und ich glaube, mein Problem ist, dass ich eine sehr enge Definition von Rassimus habe und ich vieles eher als Fremdenhass sehe, was anscheinend für die meisten Rassismus ist. Die Wbseite, die sie empfohlen hat, ist wirklich sehr interessant, da es einen ganz neuen Blickwinkel aufmacht. Gerade was diesen Exotismus betrifft. 'Rassismus' basierend auf Vorurteilen, die dürfte ja jeder irgendwoher kennen. Ich weiß, dass ich immer mit den Zähnen knirsche wenn von deutscher Pünktlichkeit und Genauigkeit die Rede ist.
Die Serie Merlin hat in einer Umkehrung und seltenen Ausnahme zum Trend in Gwen eine sonst traditionell als weiß dargestellte Figur "color blind" gecasted.
Ohne mich jetzt wirklich reingedacht zu haben, aber ich unterstelle einfach mal, dass dies nur möglich war, weil Gwen in der Serie eine Magd ist, ein Dienstmädchen und keine Adlige, keine strahlende Prinzessin.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Arthur sich jemals für Guinivere auch nur interessieren wird im Sinne von "zukünftige Königin". Das ist allein durch ihre Stellung in der Serie schon ausgeschlossen und damit ist die Hautfarbe der Schauspielerin auch kein Problem mehr.

Und ich möchte betonen, dass ich selbst nicht diese Einstellung habe. ;)
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Arthur sich jemals für Guinivere auch nur interessieren wird im Sinne von "zukünftige Königin". Das ist allein durch ihre Stellung in der Serie schon ausgeschlossen und damit ist die Hautfarbe der Schauspielerin auch kein Problem mehr.

Merlin ist sein Diener, jetzt schon sein bester Freund und in Zukunft wird er sein engster Berater sein. Lancelot ist ein einfacher Mann, dem sein Stand nach Uther-Recht die Ritterwürde versagt, dem Arthur aber praktisch schon in die Hand versprochen hat, ihn zum Ritter zu schlagen, sobald er König ist; so sehr war er von ihm beeindruckt. Wenn Arthurs engste Vertraute und Freunde aus den Reihen der einfachen Leute kommen, dann macht es nur Sinn, wenn seine zukünftige Braut auch aus diesen Kreisen stammt, denn der Arthur in dieser Version der Legende ist einer, der für die Durchlässigkeit der Klassengesellschaft sorgt. Aufstieg ist möglich und Geburt ist kein Kriterium für das, was man erreichen kann.

Was Gwen als Königin angeht, gehe ich fest davon aus, dass TPTB genau das für den Charakter anpeilen. Beim Casting wurde schließlich schon gesagt, dass sie sowohl Magd als auch Königin spielen können muss, und ich sehe bisher keinen Grund, an diesen Absichten zu zweifeln.

Was mich an dem ganzen Merlin/Arthur-Subtext auch so fasziniert, ist die Aussicht einer Zweckehe - basierend auf Respekt und Freundschaft und vielleicht sogar Liebe - zwischen Arthur und Gwen, während Arthur gleichzeitig Merlin hat und Gwen etwas mit Lancelot anfängt. Das verschiebt die Gewichtung des Beziehungsdramas und wer sagt, dass die Charaktere hier überhaupt ein Problem damit haben? :D