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merlin - dark fairies

Online-Realität

"Game of Thrones": Wer nicht verkauft, der wird beklaut. Das Fantasy-Epos "Game of Thrones" ist ein Riesenerfolg - nicht zuletzt im Internet. Die zweite Staffel könnte bald einen Download-Rekord aufstellen. Dabei gibt es die TV-Serie im Netz gar nicht legal. Der Fall zeigt: Wer den Kunden kein eigenes Angebot macht, treibt sie zu Tauschbörsen.

Nicht nur die Inhalte, auch die Kommenare bei SPON erinnern an lebhafte Meta-Diskussionen im Fandom. Mir fällt zumindest kein anderes Nachrichtenmagazin ein, wo ich neben den Beiträgen auch die Kommentarseiten lese, und es sich regelmäßig lohnt.

Comments

Wahrscheinlich hätte Avengers sogar noch besser abgeschnitten, wenn sie ihn auch in 2D angeboten hätten. Ich denke diese Fixiertung auf 3D in Deutschland hat viele Kinogänger abgeschreckt und eher in Richtung Tauschbörsen geführt.
Ich habe haufenweise Serienboxen im Regal, habe ich sämtlichst zuerst online gekuckt. Synchro tu ich mir nicht mehr an und wer erwartet, dass ich Däumchen drehe bis die DVD rauskommt, der hat verloren. Letztens habe ich mir die zweite Staffel von Sarah Connor Chronicles und The Devil's Whore zugelegt. Kann mich nicht erinnern, dass das deutsche Fernsehen mich dadrauf gebracht hat.

Du liest SPON Kommentare? Ernsthaft? Ich muß mir scheinbar immer die falschen Artikel raussuchen, denn mir wird regelmäßig übel bei den Kommentaren. Außer beim Freitag finde ich die Kommentare bei allen großen Zeitschriften echt zum davonlaufen.
Ich staple meine DVD-Boxen schon in immer abenteuerlicheren Stapeln auf dem Schrank, weil in den Schrank nichts mehr reinpasst.

PS: Bei allem, was online-Themen angeht, kann man eigentlich gefahrlos die Kommentare lesen. Oder ich erwische halt immer die richtigen Artikel. :)
Wer den Kunden kein eigenes Angebot macht, treibt sie zu Tauschbörsen.

Definitiv. Und das Countryblocking sollte auch noch abgeschafft werden, denn deutsche Synchro interessiert mich nicht, wenn es eine Serie/Film überhaupt nach Deutschland schafft. Gerade britische Serien werde ja oft nicht in Deutschland gezeigt. Und ich würde auch dafür zahlen, um die Sachen zu streamen oder herunterzuladen.

Eigentlich hat es die BBC mit Sherlock fast richtig gemacht. Gleich nach der Ausstrahlung war auch die DVD verfügbar und wurde zumindestens in meinem Freundeskreis fleißig gekauft.

Und das Countryblocking sollte auch noch abgeschafft werden

Geoblocking ist einfach nur nervend und ätzend! Nein, deine Kreditkarte wollen wir nicht, du hast die falsche Postleitzahl. Grrr.
"This content is not available in your location."

Grummel, grummel, grummel. Warum kann ich in Deutschland nicht die BBC sehen???? War da nicht mal die Idee mit einem vereinten Europa? Würde dazu nicht auch Kultur gehören? Und Fernsehen ist Kultur. Ich liebe BBC-Dokus.

Von den Sachen in der USA ganz zu schweigen.

Ich verstehe nicht warum die Öffentlich Rechtlichen in Europa (zumindest GB, F und D) Geoblocking betreiben. Weil man keine Gebühren an sie bezahlt? Wie denn auch? Warum kann ich als brave GEZ-Zahlerin nicht auch Öffis aus anderen EU Länderen sehen? Vielleicht wäre eine EU-weite Gebürhenabgabe eine Lösung.

iTunes hat die letzte Lost Staffel einen Tag nach der Ausstrahlung im deutschen Shop zum download angeboten. Ich weiß nicht warum das nicht weiter entwickelt wurde.
Ich denke es geht um den Verkauf von Lizenzen. Nur, deutsche Synchro schaue ich mir so gut wie gar nicht an und die Sachen, die mich interessieren, werden in Deutschland nicht eingekauft, also könnte ich sie gar nicht sehen, weil die deutschen Anbieter sie nicht anbieten, bzw. die Lizenzen nicht aufkaufen. Oder die Sachen zu sehr seltsamenen Uhrzeiten verheizen (Doctor Who, Inspector Barnaby oder Lewis).

Ich würde sogar iTunes wieder installieren und verwenden, wenn sie die US-Serien auch in Deutschland anbieten würden. ABer ich vermute, dass es da auch wieder um die Lizenzen geht. Nur da ist wieder der Punkt, dass Leute, die das Original sehen wollen, sich nicht die deutsche Synchro antun werden.



Das Alberne ist ja, dass man über Satellit problemlos BBC schauen kann (wenn man denn eine frei verfügbare Schüssel hat, die man entsprechend dreht - oder einen dual Tuner oder oder).
Übers Internet dagegen... ist der content not available. Das macht nicht mal Sinn! Wenn's um Rundfunkgebühren oder dergleichen ginge, müsste man schließlich auch das Satellitensignal verschlüsseln...
Es geht halt um Rechte und Lizenzen und für die Urheber hängt da Geld dran, was irgendwo auch verständlich ist. Die wollen schließlich auch ihre Miete bezahlen. Aber ja, neue Ideen und Vermarktungsmöglichkeiten müssen her.
Stimme Dir vollkommen zu. Deshalb sage ich ja, dass neue Ideen her müssen. Man kann manche Ansätze schon in der Buchbranche in den USA sehen, bei kleinen Anbietern und Verlage, die Ebooks ohne DRM in allen Formaten anbieten oder mit dem Hinweis auf Calibre und die ihren Shop weltweit anbieten. Im Gegensatz z.B. zu Amazon.com, deren Kindle-Shop nicht weltweit ist.

Und teilweise bieten diese kleineen Verlage auch schon Übersetzungen in andere Sprachen mit an, wo dann auch die Autoren intensiv mit involviert sind oder das sogar angestoßen haben. Oder sie denken drüber nach.

Gerade britische Serien werde ja oft nicht in Deutschland gezeigt.

Ich habe gerade erst gelesen, dass Pro7 scheinbar Being Human eingekauft hat. Die US-Version. Weil das Original? Geht ja gar nicht, ist nicht aus den USA und passt vom Zeitformat daher nicht in irgendein Konzept bei einem Sender.
(Höchstens von RTL2, aber da wird das als "Event" in einem Stück ausgestrahlt...)

Und dann habe ich mir jetzt tatsächlich drei Folgen Community in der deutschen Synchro angetan. Nie wieder.
*headdesk*

Oder es wird zu sehr seltsamene Uhrzeiten ausgestrahlt, wie z.B. Doctor Who.

Die öffentlich-rechtlichen haben ja manche britische Serie noch im Programm, aber dann auch zu Uhrzeiten... Meine Mutter hat sich schon immer beschwert, dass Inspector Lynley oder Inspector Barnaby sonntags um 22 Uhr gesendet wird. Nicht ideal, wenn man am nächsten Tag früh raus muss.
Ich habe in einem der Forbes-Artikel gelesen, dass die online Downloads HBO vermutlich sowieso ziemlich egal sind, da die nicht in ihr Geschäftsmodell passen und sie somit auch keinen Verlust dadurch haben, im Gegenteil. In sofern wird sich an dem Modell bei denen wahrscheinlich auch so schnell nichts ändern.

Beim Buchhandel habe ich auch nur noch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
Oh ja der dt. Börsenverein. Nein, ihr tut eurem Alniegen keinene wirklichen Gefallen. Ich stehe auch dieser wir-sind-die-urheber-Initiative sehr skeptisch gegenüber, auch wenn ich z.B. Kai Meyers Begründung warum er unterschrieben hat, nachvollziehen kann.

Sehr interessant fand ich den Blogeintrag von Petra von Cronenburg: http://cronenburg.blogspot.de/2012/05/wir-sind-ohne-mich.html
Wobei das Rechte-abtreten ja weniger mit dem Urheberrecht zu tun hat, sondern eher mit den Nutzungsrechten und da sind die Verwerter ja immer weniger bereit Geld in die Hand zu nehmen. Und, wie Du so schön sagst, sind innovationsunwillig. Gerade bei Kleinverlagen wundert es mich wirklich, dass die nicht Ebooks anbieten. Ich kaufe viele Ebooks von US-Verlagen, die oft nur Ebooks anbieten und gar keine Printausgaben. Und ich weiß auch, dass dort die Autoren zwischen 30-50% vom Verkaufspreis bekommen. Da macht das einkaufen dann Spaß. Noch besser ist es, wenn Autoren ihre eigenen alten Werke als Ebooks anbieten, wie es z.B. Diane Duane macht.

Ein wichtiger Punkt finde ich auch, sind die Schutzfristen nach dem Tod und die Frage, wie man mit verwaisten Werken umgeht. Ein Freund von mir macht öfters Veranstaltungen mit alten Hörspielen und zwar nur mit amerikanischen, weil er sagt, dass es in Deutschland auf Grund des Urheberrechtes schier unmöglich ist, bzw. der Aufwand alle möglichen Rechteinhaber/Erben zu finden, viel zu hoch ist. Ähnlich was Petra zum Thema Bilder gesagt hat.

Und dann auch die Frage nach dem Thema "Fair Use". Macht sich ein Kind, dass Iron Man oder Captain Blaubär zeichnet, nur wegen Urgeberrechtsbruch strafbar oder nicht? Eben das ganze Thema Fanwork ist da ja eine massive graue Zone. Oder die Forderungen der GEMA an Kindergärten.

Ich finde es auch so schade, dass es bei der Diskussion immer nur um die Tauschbörsen geht und nicht auch um all die anderen Punkte des Urheberrrechtes geht und die Frage, wie zeitgemäß das Urheberrecht noch ist. Oder auch um die Frage, wie Kreative angemessen bezahlt werden. Und da sehe ich das Problem eher bei den Verwertern, die nicht zahlen wollen oder können.
Interessant in dem Zusammenhang (wenn man sich durch die Links ein bisschen weiterklickt) ist auch die Tatsache, dass vor allem gegen die Nutzer von Tauschbörsen ja durchaus vorgegangen wird. Wie lange wird denn jetzt die Info, wer wann über welche IP wo im Internet war gespeichert? Offiziell/rechtlich darf es ja höchstens eine Woche lang aufbewahrt werden und das hieße im Umkehrschluss ja (eigentlich) auch, dass die Abmahner zumindest den Antrag auf Herausgabe der Daten innerhalb von sieben Tagen stellen müssen damit das ganze Bestand hat. Na gut, wenn sie praktisch in Echtzeit überwachen...